CO2- und NOX-Einsparungspotentiale bei flächendeckenden und ganzjährigen Tempolimits auf Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen

Gemäß der EU-Richtlinie über nationale Emissionshöchstmengen für bestimmte Luftschadstoffe (NEC–Richtlinie) und dem Emissionshöchstmengengesetz–Luft (EG-L) sind die österreichischen NOX–Emissionen bis zum Jahr 2010 auf 103 kt/Jahr, die VOC-Emissionen auf 159 kt/Jahr und die SO2–Emissionen auf 39 kt/Jahr zu senken. Dieses Ziel wird bei den NOX–Emissionen ohne zusätzliche Maßnahmen verfehlt. Der Verkehrssektor ist ein Hauptemittent für NOX. Die Entwicklung von Maßnahmen zur Emissionsminderung in diesem Sektor ist darum naheliegend. Der Verkehrssektor ist bei den Treibhausgasen mit rund 3,7 Mio. Tonnen CO2–Äquivalenten der Sektor mit der größten Abweichung zum sektoralen Ziel der Klimastrategie. Auch hinsichtlich des Minderungspotentials von Treibhausgas-Emissionen ist der Verkehrs somit von großer Bedeutung.

Rosinak & Partner haben in einer Studie über eine differenzierte Betrachtung von Fahrleistungen und bestehenden Tempolimits die Potenziale zur Minderung der NOX – und CO2–Emissionen bei flächendeckenden und ganzjährigen Tempolimits von 100, 110 und 120 km/h auf Autobahnen und Schnellstraßen in Österreich für den Bestand und die Prognosehorizonte 2018 und 2025 abgeschätzt.

Projektinformation:

Auftraggeber: BMVIT (Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie)
Bearbeitung: Karl Schönhuber, Karl Mensik, Christa Thell, Adelheid Schönhuber
Zeitraum: 2011