Parkdeck St. Pölten - P & R-Anlage

Nach Inbetriebnahme des Lainzer Tunnels und der Neubaustrecke der Westbahn im Tullnerfeld wird sich die Fahrzeit für Bahnpendler zwischen St. Pölten und Wien deutlich verkürzen. Am Hauptbahnhof St. Pölten ist die Errichtung eines Parkdecks mit etwa 550 Park & Ride-Stellplätzen, 120 Bike & Ride-Stellplätzen, 135 Pkw-Kurzparker- und 65 Dauerparkerstellplätzen vorgesehen. Park & Ride ist der Schnittpunkt zwischen öffentlichem Verkehr und Individualverkehr (motorisiert und nicht motorisiert).
Die Arbeit von Rosinak & Partner begann im Jahr 2008 mit Untersuchungen zu Standort- und Erschließungsvarianten. Ist eine Konzentration an einem Standort einer Splittung auf zwei Grundstücke – nördlich und südlich der Bahntrasse sinnvoll?
Man entschied sich – auch aufgrund anderer als verkehrlicher Parameter – für einen Standort südlich der Bahntrasse an der Parkpromenade. Im Laufe des Jahres 2011 haben wir Unterlagen für ein UVP-Feststellungsverfahren ausgearbeitet: In einer Verkehrsuntersuchung wurden die zu erwartenden Verkehrsströme auf den Zu- und Abfahrtsrouten analysiert und die Leistungsfähigkeit an den wichtigsten Kreuzungen berechnet. Im Nahbereich der Park & Ride-Anlage gilt es vor allem durch die Kapazität der Abfertigungsanlagen Rückstaus auf den öffentlichen Straßenraum und damit möglicherweise Behinderungen des Stadtbusverkehrs als wichtigem Bahn-Zubringer zu vermeiden, da ja gerade im Park & Ride-Verkehr sehr ausgeprägte Spitzen auftreten. Weitere Untersuchungen beschäftigten sich mit den Auswirkungen des Projekts hinsichtlich Schall und Luftschadstoffe. Erforderliche Begleitmaßnahmen zur Einhaltung von zulässigen Werten wurden in das Projekt eingearbeitet.
Im Zuge der Errichtung des Parkdecks sind auch die Parkpromenade mit dem Geh- und Radweg und der Kreuzungsbereich Parkpromenade – Mühlweg entsprechend dem Erschließungskonzept umzubauen. Das Straßenprojekt wurde bisher im Vorentwurf mit einer begleitenden Grobkostenschätzung ausgearbeitet.

Projektinformation

Auftraggeber: Stadt St. Pölten, Land Niederösterreich, ÖBB Infrastruktur AG
Projektteam: Oliver Wurz, Roland Kranabeter, Marko Haklik
Zeitraum:
2008, 2011–2012