Verkehrskonzept Bregenzerwald

Mehrere Ausbauvorhaben in den Schigebieten waren der Auslöser für ein regionales Verkehrskonzept im Bregenzerwald: der Zusammenschluss Mellau - Damüls, Warth und Schröcken, Warth und Lech sowie das Projekt Diedamskopf. Diese Projekte ließen in den verkehrsreichsten Gemeinden des mittleren Bregenzerwaldes Befürchtungen aufkommen, dass an Spitzentagen die Verkehrs- und Umweltbelastungen noch mehr steigen. Sorgen bereitete aber auch der zunehmende Schwerverkehr im Bregenzerwald. Gemeinsam mit dem Ingenieurbüro Köll erarbeiteten wir ein Konzept vor, das sich nicht nur dem Autoverkehr, sondern auch dem öffentlichen Verkehr, sowie dem Fußgänger- und Radverkehr in der gesamten Region widmet. Die Verkehrspolitik im Bregenzerwald soll unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Bedürfnisse und Anforderungen der Gemeinden schrittweise akkordiert werden, mit folgenden Zielen:

  • Keine Zunahme der Verkehrsbelastungen in den Gemeinden am "Eingang" des Bregenzerwaldes.
  • Erhöhung des Radverkehrsanteils von derzeit 6 Prozent. Die überörtlichen Radrouten sowie lokale Radverkehrsnetze sollen ausgebaut sowie eine gemeinsame, gemeindeübergreifende Radverkehrskampagne gestartet werden.
  • Weitere nachfrageorientierte Verbesserungen im Busverkehr.
  • Tempo 30 in den Gemeindezentren - bauliche Maßnahmen werden dafür in einzelnen Fällen erforderlich sein. In einigen Gemeinden wie Egg, Langenegg und Lingenau lieferten wir Ideen für Gestaltungsmaßnahmen.
  • Für verkehrserzeugende Projekte sollen Mobilitätskonzepte erstellt werden, in denen die Auswirkungen auf Verkehr und Umwelt auszuweisen sind.

Projektinformation

Auftraggeber: Amt der Vorarlberger Landesregierung
Bearbeitungsteam: Werner Rosinak und Andrea Weninger (Rosinak & Partner), Helmut Köll und Korbinian Feil (Ingenieurbüro Helmut Köll)
Zeitraum: 2009