Verkehrskonzept Tirana 1995

Nach den politischen Veränderungen in Albanien setzte eine chaotische Stadt- und Verkehrsentwicklung ein. Zur Unterstützung der noch jungen Institutionen in der Stadt Tirana finanzierte das Bundeskanzleramt die Erstellung eines Stadtentwickluns- und Verkehrskonzeptes.
Tirana war nach der politischen Wende mit einem explosiven Wachstum konfrontiert, das die Stadtverwaltung mit enormen Problemen konfrontierte. Das dynamische Wachstum der Motorisierung und des Kfz-Verkehrs bei gleichzeitiger Überalterung und Überbelastung des öffentlichen Bussystems stellte eine besondere Herausforderung dar. Ausgehend von einer Analyse des Verkehrssystems sowie einem Vorschlag für die künftige Stadtentwicklung wurden verkehrspolitische Ziele und eine Maßnahmenstrategie ausgearbeitet und den Entscheidungsträgern in der Stadt Tirana und in den zuständigen Ministerien auf Landesebene unterbreitet. Wesentliche inhaltliche Schwerpunkte waren die Verkehrsberuhigung in den bestehenden dicht bebauten Stadtgebieten, der massive Ausbau des öffentlichen Verkehrs, die Unterstützung des Radverkehrs und die Entwicklung eines hierarchischen Straßennetzes mit tangentialen Entlastungsrouten in den äußeren Stadterweiterungsgebieten.

Projektinformation

Auftraggeber: Bundeskanzleramt, Stadt Tirana
Projektbearbeitung: Helmut Hiess
Projektlaufzeit: 1994 - 1995