Ausgangslage
Im Jahr 1996 hat die Europäische Union die Richtlinien für das Transeuropäische Verkehrsnetz beschlossen. Den Verkehrsknoten kommt eine wichtige Rolle beim Verteilen, Sammeln und Durchleiten der Verkehrsströme zu. Die Verbesserung der Knotenfunktion stellt gleichzeitig eine große Chance für die Standortentwicklung dar. Gemeinsam mit dem Land Niederösterreich, dem BMVIT, den ÖBB und der Wirtschaftskammer hat die Stadt Wien die "Initiative TEN-Knoten Region Wien" gestartet.
Ziele
Ziel des Verfahrens war die Entwicklung einer Vision für einen modernen und leistungsfähigen intermodalen Verkehrsknoten, der die wirtschaftlichen Chancen, die sich durch den Ausbau der TEN und der mittel- und osteuropäischen Korridore ergeben, nützen kann. Gleichzeitig sollten damit verbundene Umweltbelastungen so weit wie möglich vermieden oder verringert werden. In diesem Sinne wurde empfohlen, den Standort Region Wien als Qualitätsstandort für Logistikdienstleistungen zu entwickeln, den multimodalen Güterumschlag zu modernisieren und dadurch die Anteile von Bahn und Schiff zu erhöhen.
Ein Güterverkehrsknoten hat nicht nur Vorteile, ökonomische und ökologische Interessen müssen angemessen und ausgewogen berücksichtigt werden. Im zweijährigen „TEN-Verfahren“ wurde trotz unterschiedlicher Positionen ein Grundkonsens erzielt, der eine Weiterführung dieses strategischen Projektes ermöglicht.
Leitprojekte
- Aufbau eines Kompetenzzentrums Logistik und kooperative Entwicklung von Güterverkehrs- und Logistikzentren
- Entwicklung von drei Terminals für den intermodalen Güterumschlag und als Kernelemente für Güterverkehrs- und Logistikzentren
- Errichtung der Fernbahnhöfe Wien Hauptbahnhof und Flughafen
- Aufbau eines Verkehrssystemmanagements zur intelligenten Organisation des Verkehrs in der TEN-Knotenregion.
Im Jahr 2002 wurden die vorgeschlagenen Maßnahmen überprüft, viele Projekte und Infrastrukturvorhaben wurden umgesetzt oder bereits begonnen.
Details
Auftraggeber: Magistrat der Stadt Wien, MA 18; Österreichische Bundesbahnen, Wirtschaftskammmer Wien, BMVIT, Amt der NÖ Landesregierung
Projektbearbeitung: Helmut Hiess, Werner Rosinak, Andrea Weninger (gemeinsam mit Sepp Snizek, Snizek & Partner Verkehrsplanung)
Bearbeitungszeitraum: 1998/2000, Aktualisierung 2002

