Das Emissionsziel der Stadt Wien ist erreichbar!
Während die NOx-Emissionen aus dem Straßenverkehr tendenziell rückläufig sind, ist jedoch eine Zunahme der primären NO2-Emissionen feststellbar, die vor allem auf die Wirkungsweise bestimmter moderner Abgasnachbehandlungssysteme bei Diesel-Fahrzeugen zurückzuführen ist.
Auf Grund der Zunahme der Überschreitungshäufigkeit des Immissionsgrenzwertes für Stickstoffdioxid-Halbstundenmittelwerte 2005 und 2006 an der Messstation Hietzinger Kai wurde von der Stadt Wien eine Statuserhebung erstellt. Gemäß § 9a Immissionsschutzgesetz-Luft ist auf dieser Basis ein Programm zu erarbeiten, welches Maßnahmen zur Reduktion der Stickstoffdioxid-Belastung festlegt (NO2-Programm).
Rosinak & Partner wurden im Rahmen der Arbeiten zum NO2-Programm mit der Leitung eines wissenschaftlichen Expertenteams beauftragt, das die Reduktionspotenziale der einzelnen verkehrlichen und stationären Maßnahmen ermittelt und auch ihre Auswirkungen auf die Gesundheit, die Bevölkerung, das Klima etc. bewertet.
Das Emissionsziel der Stadt Wien ist längerfristig erreichbar! Überlagert man alle empfohlenen Maßnahmen, ergibt sich ein NOx-Reduktionspotenzial von ca. 1.000 t/Jahr, das sind etwa 8,4% von ca. 12.000 t/Jahr Gesamtemission 2005. Das NO2-Reduktionspotenzial beträgt ca. 141 t/Jahr, das sind etwa 14 % der gesamten NO2-Emissionen.
Details
Auftraggeber: Stadt Wien, Magistratsabteilung 22
Bearbeitung: Andrea Weninger, Werner Rosinak
Zeitraum: 2008

