Land ist nicht gleich Land!
Zur Entwicklung des ländlichen Raums liegen zahlreiche Forschungsergebnisse, Maßnahmenvorschläge und Förderprogramme vor. Dabei wird aber die Vielfalt der ländlichen Räume nicht immer berücksichtigt: Land ist nicht gleich Land! Ländliche Gebiete in Großstadtnähe oder Gebiete mit Intensivtourismus zeigen andere Entwicklungstrends als periphere ländliche Gebiete, die nicht selten mit Abwanderung und Entleerung zu kämpfen haben.
Die Österreichische Raumordnungskonferenz ÖROK beauftragte ein Projektteam (Rosinak & Partner ZT GmbH, Bundesanstalt für Bergbauernfragen, ÖAR) mit dem kommunikationsorientierten Projekt "Periphere ländliche Räume": Es bietet eine Plattform für eine fundierte und durchaus auch kontroversielle Diskussion der Entwicklung ländlicher Räume. Im Mittelpunkt stehen jene Regionen, die von einer "Abwärtsspirale" aus Abwanderung und Entleerung bedroht sind.
Im November 2008 findet in der weststeirischen Kleinstadt Murau ein Workshop statt; dabei stehen drei Themenfelder im Vordergrund:
- Soziale Vielfalt: Wie kann die Förderung der Integration, Gleichstellung und sozialen Vielfalt die peripheren ländlichen Gebiete stärken?
- Interkommunale Kooperation: Wie können einzelne Gemeinden besser zusammenarbeiten?
- Rückzug: Bieten extensiv genutzte naturnahe Landschaften ein Potenzial für die Entwicklung von peripheren ländlichen Gebieten?
Das Projekt soll bis zum Frühjahr 2009 mit der Erarbeitung von Maßnahmenvorschlägen und einer Publikation in der ÖROK Schriftenreihe abgeschlossen sein.
Details
Auftraggeber: Österreichische Raumordnungskonferenz ÖROK
Projektleiter: Eva Favry, Wolfgang Pfefferkorn
Partner: Bundesanstalt für Bergbauernfragen, ÖAR
Bearbeitungszeitraum: 12/2007 - 3/2009



