Auf der Basis vorhandener festgelegter räumlicher Entwicklungskonzepte (Flächenwidmungspläne, Örtliche Entwicklungskonzepte) wurde eine Grundlage für ein Regionales Raumordnungsprogramm gemäß oö. Raumordnungsgesetz für den Planungsraum B319 Süd westlich von Linz ausgearbeitet.
Siedlungsbrei, verstädterte Landschaft, Verkehrsüberlastung
Der Planungsraum ist durch eine dynamische Entwicklung gekennzeichnet. Das Verkehrsnetz ist heute bereits überlastet; das Angebot im öffentlichen Verkehr ist schlecht. Das Gebiet ist nach dem Immissionsschutzgesetz Luft als belastetes Gebiet eingestuft – mit Grenzwertüberschreitungen bei NO2- und PM10. In den letzten zehn Jahren haben sich entlang der A1 und der B139 zahlreiche Einkaufs- und Fachmarktzentren angesiedelt. Mehrere Qualitätsstandorte für große Betriebsgebiete sind in Diskussion. Gleichzeitig entsprechen viele gewidmete Flächen nicht mehr den aktuellen Anforderungen für die Standortentwicklung. Der Druck auf eine Ausweitung der derzeit bereits üppigen Baulandreserven ist daher groß.
Mehr Qualität statt „more of the same“

Bisherige Strategien, den Raum zu ordnen und zu entwickeln, sind gescheitert - neue Wege müssen erprobt werden. Die grundeigentumsorientierte Standortpolitik und der Standortwettbewerb der Gemeinden erfordern neue Instrumente. Neben Ordnung und Entwicklung muss Qualität zu einem Gegenstand der Planung werden.
Rosinak & Partner und terracognita entwarfen drei räumliche Zielszenarien für das Jahr 2030, die alternative Zukunftsbilder für den Planungsraum zur Diskussion stellen. Ausgehend vom Szenario „Flexibler Qualitätsraum“ und einer umfangreichen räumlichen Analyse wurden ein GIS-gestütztes Planungsinstrument zur Standortbewertung für die zukünftige Siedlungsentwicklung entwickelt, das als Grundlage für das Regionale Raumordnungsprogramm dient.
Details
Auftraggeber: Amt der Oberösterreichischen Landesregierung
Projektleitung: Helmut Hiess
Partner: Terra Cognita Claudia Schönegger KG
Bearbeitungszeit: 2006–2008

