FSV-Seminar 2005: Zumutungen – Begegnungen – Innovationen

Am 2. und 3. Dezember 2005 fand in Rust das von uns organisierte diesjährige FSV-Seminar "Zumutungen – Begegnungen – Innovationen" statt. Welcher Anstöße von außen das Verkehrswesen bedarf, gingen heuer 54 Teilnehmer und Teilnehmerinnen nach. Am Programm standen 14 interessante Fachvorträge zu den Themen Umwelt, Raumplanung und Verkehrsinnovationen.

Die Vorträge zeigten uns, wie wir uns auf Diskussionen mit RaumplanerInnen, ArchitektInnen und anderen Experten einlassen können, die Impulse für unser Denken und Handeln liefern.

Die Vorträge des Seminars behandelten die Themen Umwelt, Raumplanung und Verkehrsinnovationen. Thomas Mosor und Werner Prutsch gaben Einblicke in die Zusammenhänge zwischen Verkehr und Luftschadstoffbelastung. Helmut Hiess zeigte anhand konkreter Beispiele, wie eine umweltgerechte Baustellenabwicklung mit An- und Ablieferung auf der Schiene aussehen kann. Max Herry erläuterte die Problematik des wachsenden Verkehrs und zeigte auf, wie ein betriebliches Mobilitätsmanagement aussehen muss, um von Unternehmen akzeptiert zu werden. Die Schwierigkeiten einer koordinierten Verkehrs- und Raumentwicklung zeigte Susanne Scherübl anhand des neuen Bahnhofs im Tullnerfeld auf. Sibylla Zech berichtete von der vis!on rheintal, einem kommunikations­orientierten Planungsprozess in Vorarlberg, der uns auch mit anderen Themen wie Kunst, Kultur und Literatur in Berührung brachte. Robert Schodl berichtete über die zukünftige Verkehrs- und Raumentwicklung in der Region Wien – Bratislava. Gunter Stocker erläuterte das Hafenkonzept des Donaukorridors und Boris Podrecca zeigte uns PlanerInnen anhand konkreter Beispiele, wie sich die Freiraumgestaltung und Platzgestaltung entwickelt hat und wie transitorische Räume als Räume der Mobilität und Konsum heute aussehen können. Am zweiten Seminartag wurde intensiv über Citymauten diskutiert. Michael Meschik zeigte verschiedene Maut-Instrumente und erläuterte mögliche positive und negative Auswirkungen einer Maut in Ballungsräumen. Gunnar Söderholm, Leiter der Citymaut-Abteilung in Stockholm, berichtete von der am 3. Jänner 2006 startenden Citymaut in Stockholm, von den erwarteten Effekten und von bereits umgesetzten ÖV-Maßnahmen. Weiters wurde über Verlagerungspotenziale von telematischen Reiseinformationssystemen diskutiert: Christian Gruber berichtete über die Akzeptanz dieser neuen Systeme. Helmut-Klaus Schimany präsentierte die F&E Strategie des ÖBB-Konzerns. Christian Popp zeigte, wie ein landesweites Güterverkehrskonzept aufgebaut sein kann und welche Schritte das Land Niederösterreich in diese Richtung setzen wird.

Am ersten Abend stand eine Weinverkostung mit Weinen von Feiler-Artinger auf dem Programm.

Die Vorträge und Kurzfassungen können Sie demnächst über die Homepage der FSV beziehen.