TRUST comes by foot and leaves on horse.
ein Bericht vom FSV-Seminar 2009 in RUST
Am 6.und 7. November 2009 fand das traditionelle FSV-Seminar in Rust am Neusiedlersee statt. 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutieren zum Thema „Vertrauen in die [Verkehrs]Planung“.
Die Medien und die Bevölkerung, aber auch die PlanerInnen und die Verwaltung selbst hegen oftmals Zweifel an den Ergebnissen der Verkehrsplanung. Das Seminar in Rust ging der Frage nach, wie das Vertrauen durch Partizipationsverfahren, Modelle, Prognoseverfahren und durch eine vertrauensvolle Politik gestärkt werden kann.
Die wichtigsten Erkenntnisse:
- Die Partizipation schafft einerseits Vertrauen, andererseits erzeugen partizipative Beteiligungsprozesse auch wieder neue Konflikte und damit Misstrauen.
- Verkehrsprognosen und Modelle nähern sich mehr oder weniger der Realität an. Sie sind zwar überprüfbar, dennoch sind Unklarheiten und Fehler nicht auszuschließen. Um gute Lösungen zum Beispiel bei Nutzen-Kosten-Untersuchungen zu erhalten, sind die PlanerInnen gezwungen, sich mit der Komplexität der Rechenmethoden auseinanderzusetzen. Dazu gehört auch kritisches und konstruktives Misstrauen.
- „Eine weitblickende Verkehrspolitik muss daher bei ihren Grundsatzentscheidungen bleiben und das Bewusstsein haben, dass in der Veränderungsbereitschaft große Verletzlichkeit liegt“ (Brigitte Jilka).
Einig geworden sind wir uns darüber, dass Vertrauen
- eine riskante Vorleistung ist (Ralph Grossmann),
- die Komplexität und Unsicherheiten reduziert,
- die Kommunikation erleichtert und
- Menschen, Situationen und Prioritäten verändern kann.
Das Programm zum Download
Vorankündigung: Rust 2010: 28. bis 29. Oktober 2010!
Die Publikation zur Veranstaltung (FSV-Schriftenreihe 005/2009) können Sie bei der FSV bestellen: www.fsv.at

