Masterplan Verkehr Wien 2003

G'scheit unterwegs in Wien

Gemeinsam mit den Büros Dr. Snizek und PlanSinn wurden wir beauftragt, die inhaltliche und organisatorische Leitung eines neuen Verkehrskonzeptes für Wien – dem Masterplan Verkehr Wien 2003 – zu übernehmen. Die Erstellung des Masterplans 2003 erfolgte unter breiter Beteiligung interner und externer ExpertInnen und der interessierten Öffentlichkeit. Alle mit Verkehr, Stadtent­wicklung und Umwelt befassten Magistratsab­teilungen waren in Arbeitsgruppen einge­bunden, die auf drei gemeinsamen Konferen­zen ihre Ergebnisse diskutierten und koordinier­ten. Die externen Beiräte ermöglichten die Integration der interessierten Fachöffentlichkeit und in einem eigenen Bürgerbeteiligungs­verfahren wurden die Wünsche und Ideen der BürgerInnen gesammelt und diskutiert. Die Vorschläge wurden so weit als möglich in den Masterplan aufgenommen.

Gegenüber dem letzten Verkehrskonzepten wurden mehrere inhaltliche Innovationen umgesetzt:

  • Evaluierung: erstmals wurde eine um­fassende Ziel- und Maßnahmenevaluierung des letzten Verkehrskonzeptes durchgeführt.
  • Nachhaltigkeit: Das übergeordnete politische Programm der Nachhaltigkeit wurde in das Verkehrskonzept integriert.
  • Leitbild: In den bisherigen Verkehrs­konzepten gab es kein Leitbild. Der MPV 2003 wird durch das Leitbild "Intelligente Mobilität" bzw. "G'scheit unterwegs" getragen. Damit soll auch die Weiter­entwicklung von Verkehrskonzepten von Infrastrukturprogrammen zu Betriebs- und Organisationskonzepten, von Hardware- zu Software- Orientierung, von Verkehrs- zu Mobilitäts­konzepten signalisiert werden
  • Handlungsschwerpunkte: Mit den Handlungsschwerpunkten wurde ein strategisches Element eingeführt.
  • Mobilität: Mobilität und damit die Inte­gration von Raum-/Standort- und Verkehrs­verhalten wird mehr ins Zentrum gerückt.
  • Mobilitäts- und Verkehrsmanagement wird zu einem neuen Handlungs­schwerpunkt.
  • Erfolgskontrolle: Die Fest­legung von Kriterien und quantitativen Zielgrößen bilden die Grundlage für eine regel­mäßige und systematische Evaluierung.
  • Wirkungen: Die Darstellung der Wir­kungen wurde vom Modal Split auf Umweltkriterien (Kfz-Fahrleistung, CO2, NOx, Lärm), Gender Mainstreaming sowie Wirtschaftsstandort und Siedlungsstruktur ausgedehnt.
  • Gender Mainstreaming wurde als durchgängiges Handlungsprinzip etabliert.

Die Arbeiten zum Masterplan Verkehr 2003 starteten am 1.3.2002. Am 4.11.2004 erfolgte die Beschlussfassung im Wiener Gemeinderat.

Genereller Ablauf:

Details

Auftraggeber: Magistrat der Stadt Wien, MA 18
Projektleiter:
Helmut Hiess
Projektdauer:
März 2002 – November 2004