Ausgangssituation
Der Straßenzug Dückegasse – Siebeckstraße zwischen Donaufelder Straße und Wagramer Straße (B8) wurde im Jahr 1992 mit Erlaß vom Bundesministerium für Bauten und Technik als Bundesstraße nach § 4 BStG verordnet. In weiterer Folge wurde das Stadtentwicklungsgebiet Kagran West östlich der Dückegasse gewidmet, das beginnend von der Prandaugasse nach und nach realisiert wird. Dazu kommen neuere Überlegungen für Projekte im Bereich des Donauzentrums (Bauteil 6, Bauteil nordwestlich des Busbahnhofes) sowie zur Verkehrsorganisation im Bereich der U1-Endstelle Kagran, die sich u. a. durch die Entscheidung zur Verlängerung der U1 nach Leopoldau ergaben. Diese neuen Rahmenbedingungen erfordern eine ADAPTIERUNG des Detailprojektes 1992, wobei die ursprünglichen Entwurfsgrundsätze im wesentlichen beibehalten werden.
Projektbeschreibung
Aus verkehrspolitischen, stadtstrukturellen und gestalterischen Gründen ist ein zweistreifiger Querschnitt vorgesehen. Dies entspricht der Absicht, die Funktion der B3 als Zubringer zur A23 zugunsten der tangentialen Verbindungs- und lokalen Erschließungsfunktion abzuschwächen. Am Projektanfang erfolgt der Übergang vom bestehenden vierstreifigen Querschnitt östlich der Attemsgasse zum zweistreifigen Querschnitt des Projektes. In der Siebeckstraße verläuft die Fahrbahn parallel zur nördlichen Baulinie (Internationale Schule). Den beidseitigen Grünstreifen mit Baumreihen schließen sich nordseitig Radweg und Gehsteig an, sowie ein Grünstreifen für die Begrünung der Lärmschutzwand entlang der Internationalen Schule bzw. für eine Lärmschutzwand entlang der Japanischen Schule. Südseitig ist ebenfalls eine Lärmschutzwand vorgesehen. Die bestehende Siebeckstraße verbleibt als Erschließungsstraße und als Verbindung für den nichtmotorisierten Verkehr.
Im Übergangsbereich von der Siebeckstraße zur Dückegasse erfolgt die Verknüpfung von Drygalskiweg und Cherubinistraße unter Anschluß der bestehenden Fahrbahn der Siebeckstraße durch eine parallel zur Hauptfahrbahn geführte Erschließungsschleife (Einbahn mit Gegenrichtungsradstreifen, Parkspur und Gehsteig).
Im Bereich der Dückegasse ist der vorgesehene Querschnitt von der ostseitigen Baulinie her aufgebaut; hier entspricht das vorliegende Projekt einer 1. Baustufe. Der Vorlandbereich wird vorerst nur ostseitig zwischen Prandaugasse und Nordmanngasse mit einer Nebenfahrbahn (mit rechtsseitiger Längsparkspur und einem Radweg in die Gegenrichtung) ausgebaut. Westseitig ist in weiterer Folge ein symmetrischer Ausbau vorgesehen; eine andere, den später angrenzenden Nutzungen entsprechende Gestaltung des Vorlandes an der Westseite bleibt möglich.
Zwischen Nordmanngasse und Donaufelder Straße ist eine Aufweitung der Fahrbahn für die Fahrtrichtung nach Norden (Abbiegespuren) vorgesehen. Für den Radverkehr wird an der Ostseite ein Zweirichtungsradweg ausgebaut, sowie ein kombinierter Geh- und Radweg an der Westseite.
Lichtsignalanlagen sind für die Kreuzungen Straße der Menschenrechte, Prandaugasse, Arakawastraße und Donaufelder Straße (Projektende) vorgesehen.
Details
Auftraggeber: Magistrat der Stadt Wien, MA 28
Projektleiter: Barbara Smrzka, Peter Schneider
Bearbeitungszeitraum: seit 1997

